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Chance Web 2.0: Mehr als nur Social Networks
abgelegt im Archiv Web 2.0 von wolfgang am 25.09.06
Chance Web 2.0: Mehr als nur Social Networks
Das Programm hat sich etwas verschoben. Nach Christian Clawien von Mr. Wong (Social Bookmarking) bringt Alexander Hopstein von Adobe einen weiteren Aspekt ins Spiel.

Er beruft sich dabei auf den "Erfinder" des Begriffs "Web 2.0" Tim O'Reilly. Der betont ja immer wieder, dass "Web 2.0" eine vollständige Computerplatttform sein wird, die Anwendungen und Daten unterschiedlichster Art für die Benutzer bereitstellt und die bisherige Seitenmetapher ablöst. Aus dem statischen HTML des Web 1.0 wird so das künftige Read/Write-Web.

"Wichtig ist der Blick auf die Interaktivität", betont Alexander Hopstein in seinem Vortrag. Dabei geht es ihm auch (und vor allem) um Business-Anwendungen. Die unterscheiden sich kaum noch von den auf dem Computer installierten Programmen in ihrer Funktionalität. So genannte Rich-Internet-Applikationen bieten die Möglichkeit, dass der User bei einem Klick ein sofortiges Feed-back bekommt und lange Wartezeiten entfallen.

Schönes Beispiel (das Alexander Hopstein allerdings nicht in Köln vorstellt): Das Finanzportal "Google Finance", das Aktienkurse, Wirtschaftsnachrichten und Unternehmensdaten in bisher ungekannter Form und Fülle bietet. Um die etablierte Konkurrenz auszustechen, liefert dieser Dienst nicht nur die üblichen konfigurierbaren Chartübersichten und allgemeine Wirtschaftsnachrichten. Sondern mit Hilfe interaktiver Flash-Charts, die sich über eine Zeitleiste dynamisch bewegen lassen, kann der Verlauf eines Aktienwertes über die Monate sehr genau beobachtet werden. Schiebt man den Regler in die gewünschte Richtung, verändert sich aber nicht nur sofort das Kursdiagramm mit den Finanzdaten. Auch die dazugehörigen Nachrichten, die aus unterschiedlichen Quellen automatisch zusammengetragen werden, erscheinen passend zum jeweiligen Chart. Dadurch kann der anleger direkt die Ursache für sinkende oder steigende Kurse in Erfahrung bringen. Neben der Wirtschaftspresse und klassischen Aktienanalysen dienen auch Meldungen aus Weblogs als Informationsquelle, ebenso ein moderiertes Diskussionsforum zur jeweiligen Aktie.

Und natürlich fehlt bei Alexander Hopstein der Hinweis nicht, dass mit Hilfe von Flash und Flex schöne Web 2.0-Anwendungen gestaltet werden können. Aber das habe ich ja nun schon mehrfach geschrieben.

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