CeBIT Tag 1: T-Mobile setzt auf den Asus Eee PC
abgelegt im Archiv CeBIT 2008 am 05.03.08

Eigentlich war das heute ein schöner erster CeBIT-Tag: Die Sonne schien (von ein paar Schauern abgesehen), die Straßenbahn auf dem Weg zum Messegelände war so leer wie noch nie (dank ver.di) und selbst zur Mittagszeit gab es kein Gedränge im Restaurant des Pressezentrums.
Schlangen gab es erst am Nachmittag: Vor dem Einlass zur Pressekonferenz des taiwanesischen Computerhersteller Asus - die Kollegen vom Messe.Schnell.Weg haben sie eindrucksvoll im Bild festgehalten. Der vorher geschürte Hype hat sich offensichtlich ausgezahlt. Auch wenn die Veranstaltung etwas eigenartig begann: Der "Vater des Eee PC" und Asus-CEO Jerry Chen hielt seine Präsentation nämlich auf Chinesisch. Wer sich in dem überfüllten Raum - so wie ich - keinen Ohrhörer für die Simultan-Übersetzung besorgt hatte, war ganz schön aufgeschmissen. Immerhin soviel habe ich verstanden: Das kleine weiße Teil verkauft sich weltweit wie geschnitten Brot - und es funktioniert sogar auf dem Mount Everest.
Dann langweilte ein Microsoft-Vertreter mit den tollen Features von Windows Live. Denn - und das war der eine Knüller der Pressekonferenz - ab sofort gibt es eine Windows XP-Version des "Tripple E". Wohlgemerkt: es geht um das - eigentlich - veraltete XP-Betriebssystem. Aber mit dem (nun auch nicht mehr so) neuen Windows Vista wird der kleine Arbeitsspeicher des Mini-Computers, der bisher ausschließlich mit Linux ausgeliefert wurde, nun doch nicht fertig. Das vorinstallierte Betriebssystem wird um das Light-Office-Programm Microsoft Works und zudem um diverse Funktionen der Internetdienste von Windows Live ergänzt, darunter Windows Live Mail, Windows Live Messenger und die Windows Live Foto Galerie.
Der zweite Knüller des Tages: T-Mobile verkauft den winzigen Billig-Laptop ab Ende März in beiden Versionen für "ab 299 Euro" - inklusive einer Gutschrift über 300 Stunden Nutzung an den Telekom-WLAN-Hotspots, von denen es mehr als 8000 in Deutschland gibt. Im Laufe der Wochen danach sollen dann Eee PC-Bundles mit UMTS samt HSDPA-Unterstützung folgen, um den schnellen Internetzugang auch außerhalb der Hotspots jederzeit zu ermöglichen. Dabei setzen Asus und T-Mobile auf einen zusätzlichen USB-Stick, der an den Eee PC angesteckt wird. Das scheint ganz gut zu funktionieren, wie der Ausfall des WLAN bei der Präsentation zeigte. Der spontane Umstieg auf UMTS bzw. das noch schnellere HSDPA brachte keine spürbaren Zeitverluste beim Surfen im Web mit sich.
Geplant ist auch - nach den Sommerferien - die Kombination mit verschiedenen Tarifoptionen für Vertrags- und Prepaid-Kunden. Bei den genauen Preisen für diese UMTS-Bundles hielt man sich heute noch bedeckt. Es klang trotzdem recht interessant, so dass ich mit der Anschaffung eines solchen Kult-Notebooks liebäugele. Selbst wenn ich dazu wieder T-Mobile-Kunde werden muss. Hoffen wir, dass die bisherigen Lieferschwierigkeiten der Taiwanesen mit dem T-Mobile-Deal der Vergangenheit angehören.
Wer diese denkwürdige Veranstaltung sich nochmal anschauen will: Spiegel Online hat sie als Videoclip festgehalten.
Ansonsten meine Bilanz: Die CeBIT in ihrer neuen Gestalt wirkt recht aufgeräumt und besser sortiert. Es scheinen auch weniger Besucher am ersten Tag gekommen zu sein. Zumindest die früher so oft nervenden Staus vor bestimmten Ständen konnte ich diesmal überhaupt nicht sehen. Das ist doch auch schon etwas, wenn es auch nicht ganz so erholsam wie auf dem Asus-Pressefoto oben war.
Tags: CeBIT EEE PC
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Wong
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Kommentar von:
Martin Jentzsch
(05.03.08 1:44 Uhr)
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Es bleibt abzuwarten, wie die Konkurrenz in Sachsen Subnotebook nachzieht. Sehe da durchaus auch Vodafone als möglichen Partner.
Subnotebooks mit UMTS sind einfach der neue Trend.