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CeBIT 2006: Lokale Suchdienste starten

abgelegt im Archiv CeBIT 2006 am 01.02.06

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Während das bereits für letzte Jahr auch für Deutschland angekündigte Google Local immer noch auf sich warten lässte (in China ist es bereits gestartet), haben zwei Konkurrenten nun zur CeBIT 2006 ihre lokalen Suchdienste als Testversionen fertiggestellt.

So die Telekom-Tochter DeTeMedien, die gemeinsam mit regionalen Telefonbuchverlagen unter der Adresse Suchen.de ein eigenes Portal gestartet hat. Dort können Nutzer vor allem Auskünfte aus dem Ortsbereich, etwa zu Restaurants oder Geschäften, recherchieren. "Wir konzentrieren uns auf Treffer mit relevanten lokalen Informationen, anstelle von ellenlangen Listen, wie sie etwa Google liefert", sagt DeTeMedien-Chef Oliver Neuerbourg.

Betrieben wird der neue Suchdienst vom Münchner Unternehmen T-Info, an dem die DeTeMedien 25,1 Prozent hält. Die restlichen Anteile verteilen sich auf insgesamt 65 mittelständische Verlage wie Suter oder Greven, die im Telefonbuchgeschäft tätig sind. Einige der Telefonbuchverlage entwickeln parallel unter dem Namen Neomo eine eigene Suchtechnologie. Auf Suchen.de sollen die verschiedenen Aktivitäten unter einer neuen Marke gebündelt werden.

Auch das Portal Web.de ist zur CeBIT 2006 mit einem neuen Service für die lokale Suche nach Restaurants, Bars oder Handwerksbetrieben in der Umgebung an den Start gegangen. Hier findet ebenfalls eine Kooperation mit Anbietern von Branchenbüchern statt. Wird z.B. nach einem Arzt in der Nähe gesucht, führen die Treffer zugleich zu einer Stadtplan-Ansicht. Geplant sind auch weitere Services wie etwa die Verlinkung zu einem Routenplaner, zu den Öffnungszeiten von Ärzten oder die Speisekarte eines Restaurants.

Gegenüber reinen Suchmaschinen wie Google oder Wettbewerbern wie den "Gelben Seiten" aus dem Print-Bereich will sich Web.de mit seiner Erfahrung im service-orientierten Internet-Geschäft behaupten. "Portale haben sich als Tor zum Netz etabliert", sagte Web.de-Chef Matthias Greve. Im harten Wettbewerb will Web.de vor allem mit der Qualität der Ergebnisse punkten. Bezahlte Platzierungen in den Trefferlisten werde es zum Beispiel nicht geben.

In den USA hat Google bei lokalen Suchabfragen laut Nielsen Netratings bereits mehr als 15 Prozent Marktanteil und plant mittlerweile auch schon die mobile lokale Suche per Handy. Laut dem Weblog IT-Frontal hat Christopher Sacca (Principal in New Business Development bei Google) letzte Woche bei einer Diskussion über "Wireless Technology" über "erste Gespräche mit Handy-Herstellern wie Motorola oder Sony" berichtet.

Darüber hinaus seien Kooperationen mit Internet-Service-Providern geplant. Google möchte anhand von deren Access Points herausfinden, wo sich der Nutzer aufhält. Dann wird dem Nutzer, so die Planung, orts-und kontextrelevante Werbung zugesendet. "Google will be able to locate users within two blocks for the purposes of sending them advertising for businesses nearby", wird Sacca zitiert. Kostenlose WiFi-Zugänge in Städten für Google-Mobile-Kunden sollen für die nötigen Teilnehmerzahlen sorgen.


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