Bloomstreet: Bertelsmann startet MySpace-Klon (mit Verspätung)

Bloomstreet: Bertelsmann startet MySpace-Klon (mit Verspätung)

Die Möglichkeit für junge Musikgruppen sich dort darzustellen und online Fangemeinden aufzubauen, hat wesentlich zum Erfolg von MySpace beigetragen. Mit der üblichen Verspätung kopiert nun der Medienkonzern bertelsmann dieses Konzept mit der Internetplattform Bloomstreet, die demnächst starten soll. An dem Berliner Unternehmen w/ritemedia GmbH, das Bloomstreet entwickelt hat und betreibt, sind die Gütersloher über ihren Risikokapitalfonds "Bertelsmann Digital Media Investments" maßgeblich beteiligt.

"Bloomstreet ist die innovativste Community im deutschen Markt und gibt seinen Nutzern auf individuell gestaltbaren Homepages die Möglichkeit zur Selbstdarstellung im Internet. Musik, Fotos und Videos können auf persönlichen Seiten zusammengeführt und kombiniert werden, um ein interessantes Profil zu erstellen. Daneben vereinfachen unterschiedlichste Features die Abbildung von Freundesnetzwerken und die Kommunikation mit anderen Nutzern", preist sich das Unternehmen.

Eigentlich sollte das Portal bereits vor Weihnachten online gehen. "Technische Probleme haben das Projekt nach Angaben aus informierten Kreisen jedoch bislang aufgehalten. Derzeit ist unter Bloomstreet.net lediglich eine Startseite zu sehen, auf der sich mögliche Nutzer registrieren lassen können", meldet die Financial Times Deutschland.

Im begleitenden Weblog werden "zuverlässige, schnelle und zukunftssichere Server" für die Plattform versprochen: "Wir haben uns für Server von SUN entschieden und sind damit für Euch jederzeit schnell und immer verfügbar. Für Eure Bilder, Musik und Eure persönlichen Seiten haben wir viele, viele Terrabyte Speicherplatz bereitgestellt, die Uploadschlacht kann beginnen. Wir haben uns auch auf technischer Seite viel vorgenommen um Euch immer ein tolles Erlebnis zu bieten: Neue Musik, neue Leute und immer was zu entdecken, dahinter brauchen wir wirklich leistungsstarke Systeme."

Das ist immerhin schon mal ein guter Ausgangspunkt. Allerdings bin ich mir nicht so sicher, ob die Welt überhaupt noch einen weiteren MySpace-Klon braucht? Aber jeder muss selbst wissen, wie und wo er sein Geld verbrennt. Darin hat man bei Bertelsmann ja Erfahrung.


Posted on Freitag, Februar 23rd, 2007 at 22:52 and is filed under Web 2.0. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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