BITKOM: Starker Bedeutungsgewinn von Web-2.0 in Unternehmen

BITKOM: Starker Bedeutungsgewinn von Web-2.0 in Unternehmen

Jetzt wird es langsam etwas inflationär: Gleich in zwei Studien beschäftigt sich der Branchenverband BITKOM mit dem Einsatz von Social-Networking-Plattformen in Unternehmen. An der umfassenden Befragung "Enterprise 2.0 – Analyse zu Stand und Perspektiven in der deutschen Wirtschaft" haben über 400 Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen teilgenommen.

Demnach sind Wikis und Instant Messaging in den Firmen schon weit verbreitet. "Der Einsatz von Weblogs, Wikis und Tagging wird in den Unternehmen deutlich zulegen – darauf weisen die laufenden Einführungs- und Testprojekte hin", erwartet Claus E. Heinrich, Mitglied des BITKOM-Präsidiums. 87 Prozent der Befragten meinen, Web-2.0-Technologien werden im eigenen Unternehmen an Bedeutung gewinnen.

Enterprise 2.0 – so der BITKOM – setzt auf die Talente von Menschen und unterstützt deren intelligente Vernetzung. Unternehmen können schneller, flexibler und besser reagieren, Innovationszyklen verkürzen und sich im Kampf um Talente besser positionieren. Auf dem Weg zum Enterprise 2.0 durchlaufen Unternehmen nach Ansicht des Verbandes einen tiefgründigen Wandel: Viele Unternehmen experimentieren bereits mit Web-2.0-Anwendungen – insgesamt hat die strategische Ausrichtung auf Enterprise 2.0 jedoch gerade erst begonnen.

Als Ergänzung der empirischen Studie versteht der BITKOM sein neues Positionspapier "Enterprise 2.0 – auf der Suche nach dem CEO 2.0: Neue Unternehmensphilosophie gewinnt Konturen". Darin wird Enterprise 2.0 als eine ganzheitliche Unternehmensphilosophie definiert, die auf "Selbstorganisation, flache Hierarchien und Partizipation" setzt. Das Papier thematisiert u.a. die neue Rolle von Unternehmensführungen, neue Freiräume für die Mitarbeiter, die Unternehmenskultur, Einführungsstrategien und Aufgaben bei der Integration von Web 2.0 in die bestehende Unternehmens-IT. "Solche Organisationsformen kommen mit einem geringen Maß an zentraler Planung und Steuerung aus. Hier wird Führung wichtiger als Kontrolle", so Claus E. Heinrich. Unternehmenslenker seien in diesem Umfeld als Impulsgeber und Vorbilder gefordert. Sie definieren den Rahmen selbstorganisierter Arbeit und unterstützen den organisationalen Wandel.

Das Positionspapier richtet sich an Führungspersonen, die sich mit der strategischen Ausrichtung ihrer Unternehmen und Organisationen befassen. An sieben Fallbeispielen aus Handel, Versicherungs- und Gesundheitswirtschaft sowie Hightech-Branche zeigt die Publikation konkret, wie Organisationen und Unternehmen schon heute Web-2.0-Technologien nutzen. Der Download beider Publikationen ist kostenlos unter http://www.bitkom.org/de/publikationen/38338.aspx möglich.


Posted on Mittwoch, Oktober 1st, 2008 at 18:05 and is filed under Web 2.0. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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