Aus für Thomas Ganswindt: Zerschlagung von Siemens Com perfekt

Aus für Thomas Ganswindt: Zerschlagung von Siemens Com perfekt

Da ist Siemens-Vorstand Thomas Ganswindt sein öffentliches Bekenntnis zum Erhalt der Kommunikationssparte des Münchner Konzerns wohl zum Verhängnis geworden: Seit Tagen wird das Gerücht gestreut, dass seine Zeit bei Siemens abgelaufen ist. Der Ende September 2007 auslaufende Vertrag von Ganswindt wird wohl laut diversen Presseberichten nicht mehr verlängert.

Der für die Krisensparten Com und SBS (Siemens Business Services) verantwortliche Manager ist nach der Zerschlagung des Bereichs ohne Aufgabe in dem Münchner Konzern. Laut "Manager Magazin" spielen auch Animositäten zwischen Siemens-Vorstandschef Klaus Kleinfeld und Ganswindt eine Rolle, der im September 2005 Com-Chef wurde und seit Anfang Oktober 2005 im Siemens-Zentralvorstand sitzt.

Unterdessen haben Gesamtbetriebsrat und IG Metall-Führung "trotz unveränderter Kritik" der Aufspaltung von Siemens Com zugestimmt. Der Bereich Carrier wird in ein Joint Venture mit Nokia eingebracht, die "Enterprise-Sparte" (das Telekommunikationsgeschäft mit privaten Unternehmen) soll bis zum Herbst 2006 endgültig verkauft werden. Im Gespräch sind Finanzinvestoren, aber auch ein Verkauf an Konkurrenten wie den US-Konzern avaya wird nicht ausgeschlossen.

Bestehende tarifvertragliche Regelungen gelten nach dem ausgehandelten Kompromiss unverändert weiter. Der bis zum 30. September 2009 geplante Arbeitsplatzabbau sollen dabei ohne betriebsbedingte Kündigungen vorgenommen werden. Die bisher bestehenden Standorte bleiben (vorerst) erhalten.


Posted on Mittwoch, Juli 19th, 2006 at 20:06 and is filed under Branchen News. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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