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Aus China kommen nicht nur Plagiate

abgelegt im Archiv Telekommunikation am 02.02.06

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Immer mehr mittelständische Unternehmen steigen auf die Sprachkommunikation im Datennetz (Voice over IP) um und müssen ihre lokalen Netze entsprechend fit machen. Bisher führte dabei meist kein Weg am Weltmarktführer Cisco vorbei. Doch inzwischen gibt es Alternativen.Wenn heute Vertriebsexperten oder Berater von Siemens Communications ihren Kunden die verschiedenen Möglichkeiten zur Modernisierung der Datennetze erläutern, ist manchmal auch Charles Xie dabei. Der Netzwerkspezialist aus China hat hochmoderne Router und Switche aus seiner Heimat im Gepäck, die er bei Bedarf im Detail vorstellt.

Zusammen mit neun weiteren Kollegen arbeitet Xie im Münchner Support-Team des chinesischen Telekommunikationskonzerns Huawei Technologies. Dass die Sparte Datacomm des 30.000-Mann-Unternehmens aus der südchinesischen High-Tech-Metropole Shenzhen an der Isar eine Niederlassung eröffnet hat, ist kein Zufall. Denn in der bayrischen Landeshauptstadt hat auch Siemens Communications seinen Hauptsitz. Und die Einrichtung von Verbindungsbüros in münchen und Shanghai zur gegenseitigen Unterstützung war Teil der im Oktober 2004 offiziell verkündeten Vereinbarung zwischen beiden Unternehmen.

Volle Bandbreite technologisch hochwertiger Produkte"Wir sind insbesondere in der Presales- und Consulting-Phase aktiv und erklären den Kunden auf Wunsch unsere Produkte bis in alle technischen Einzelheiten", erläutert Charles Xie die Aufgabe. Für Christian Biller, Business Development Manager Alliances & Partners bei Siemens Communications Enterprise Systems, beweist diese enge persönliche Zusammenarbeit auch, dass es bei der Partnerschaft zwischen beiden Unternehmen nicht nur um den günstigen Einkauf von Netzwerkkomponenten in China geht: "Bei Huawei Datacomm handelt es sich um einen echten Global Player, der technologisch hochwertige Produkte herstellt und vor allem die gesamte Bandbreite an Routern und Switchen anbieten kann."

Seit der offiziellen Ankündigung der Kooperation wurden die Angebotspaletten beider Firmen eng aufeinander abgestimmt. Die entscheidenden Gründe für diese Zusammenarbeit, die weltweit mit Ausnahme von China und Japan gilt und für beide Seiten nicht exklusiv ist, liegen vor allem im Leistungsspektrum des chinesischen Herstellers und seiner enormen Flexibilität. Dies ist insbesondere dann interessant, wenn Siemens ein bestehendes Unternehmensnetzwerk für den Einsatz von Voice over IP - die Sprachkommunikation über Datennetze auf Basis des Internet-Prototokolls (IP) - fit machen soll und der Kunde dabei großen Wert auf ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis legt.

Innovatives Finanzierungskonzept entlastet BilanzenNeben der hohen Qualität der skalierbaren Switches und Router aus China, die von Siemens zertifiziert wurden, ist aber auch die Flexibilität des chinesischen Partners in gemeinsamen Projekten ein großer Pluspunkt. So werden zum Beispiel von den Kunden gewünschte Ergänzungen an der Software innerhalb weniger Tage realisiert. Außerdem ist Huawei der einzige Netzwerkpartner, mit dem Siemens ein neuartiges Finanzierungsmodell anbietet. "IP-Netzwerke verändern sich dauernd", weiß Merano Mettbach, Business Development Manager Alliances & Partner Deutschland bei Siemens Communications Enterprise Systems, aus praktischer Erfahrung.

So entstehen aus älteren Systemen, nachgekauften Geräten und projektspezifischen Neuerungen nach und nach völlig uneinheitliche Strukturen. "Das ist teuer, sowohl im Unterhalt als auch bei einer geplanten Erweiterung", sagt der Experte. Seine Alternative: Statt weiter in heterogene Komponenten zu investieren, sollte ein Unternehmen lieber ein neues, homogenes Netz bei Siemens mieten. Das ist bezahlbar und ermöglicht auch bei immer kürzeren Technologiezyklen, dass die Infrastruktur auf dem aktuellen Stand ist.

Insbesondere bei der Sprach-Daten-Integration und dem Einsatz von Voice over IP sind homogene Netzinfrastrukturen eine wesentliche Voraussetzung für eine hohe "bertragungsqualität, permanente Verfügbarkeit und eine einfache Administration der Netzwerkkomponenten. "Mit den qualitativ hochwertigen Technologien unseres Kooperationspartners Huawei können wir zu attraktiven Preisen ein modernes IP-Netz realisieren, das auch künftigen Anforderungen ohne Probleme standhält", so Mettbach. Als Systemintegrator übernimmt Siemens die Planung, Einrichtung und Inbetriebsetzung. In dem "Rund-um-sorglos-Paket" sind zu einem festen monatlichen Mietpreis die laufende Wartung, das Netzwerkmanagement und der Service enthalten.

Ein ganzheitliches Finanzierungskonzept bietet dabei auch die Möglichkeit zu einem vollständigen oder teilweisen Austausch während bestehender Vertragslaufzeiten. "Der große Vorteil dieses Modells liegt darin, dass die Unternehmen dafür kein Investitionsbudget und keine Finanzierungsmittel benötigen", verdeutlicht Merano Mettbach. Außerdem sind Mieten Betriebsausgaben, mit denen sich steuerliche Vorteile nutzen und die Bilanzen entlasten lassen.


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Tags: Siemens  Huawei  siemens  china  nicht  nicht+plagiate  kommen+nicht  china+kommen 

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