Ask.com mit Löschfunktion: Inspiration durch Browzar?
abgelegt im Archiv Software News am 22.07.07
Wenn der Marktanteil gerade mal 5 % beträgt, muss man sich was einfallen lassen. Das dachte sich wohl auch die Suchmaschine ask.com. Um der übermächtigen Konkurrenz von Google zu trotzen und mehr Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, hat sie jetzt eine anonymisierte Suchfunktion angekündigt.
Mit der Funktion "AskEraser" sollen die Nutzer ab Ende 2007 sicherstellen können, dass ihre Eingaben von der Suchmaschine nicht aufgezeichnet werden und eine Zuordnung des Verlaufs zur IP-Adresse des Computers somit unmöglich wird. Anbieter wie Google und Yahoo verwenden dagegen standardmässig Cookies, die Userpräferenzen speichern und den Computer bei Anfragen im Netz ausweisen. "AskEraser" - so die Ankündigung - bietet den ask.com-Nutzern dagegen künftig die Möglichkeit, ihre auf den Servern des Unternehmens gespeicherte Suchgeschichte sofort auf Knopfdruck zu löschen.
"Dass sogar Google jetzt beschlossen hat, den Speicherzeitraum der Cookies von 30 auf zwei Jahre zu verkürzen, zeigt, wie wichtig das Thema Privatsphäre im Web geworden ist", meint Ajaz ahmed, Erfinder des Alternativbrowsers Browzar, der ebenfalls anonymes Surfen verspricht. Besuchte Seiten, Formulardaten und Cookies sollen deshalb nicht im Cache gespeichert werden. Anfangs waren die Browzar-Entwickler von IT-Experten noch kritisiert worden, da über Umwege dennoch Surfspuren auf dem Computer ausfindig gemacht werden konnten. "In der aktuellen Version haben wir daher noch einmal nachgebessert. Die versteckte Datei index.dat, die bei der ersten Version noch Aufschluss über den Verlauf gab, ist jetzt verschwunden", so Ahmed gegenüber pressetext.de.
Dass Ahmed und seine Browser-Idee den Ask.com-Betreiber IAC Search & Media zu der neuesten Ankündigung inspiriert haben könnte, ist - laut dem Nachrichten-Service - nicht von der Hand zu weisen: Immerhin ziert die Suchmaschine seit geraumer Zeit die Startseite des Minibrowsers und ist als erste Suchmaschinenwahl voreingestellt. "Angesichts der Dominanz von Google und anderer großer Mitbewerber, muss sich Ask.com über neue Funktionen und Features profilieren. Schließlich müssen die Leute einen guten Grund haben, damit sie von den etablierten Suchangeboten wechseln", ist der Browzar-Erfinder überzeugt. Gegenüber pressetext.de kündigte Ahmed an, dass man bis Ende des Jahres lokalisierte Sprachversionen von Browzar anbieten wolle. Da sich der Minibrowser gerade im deutschsprachigen Raum großer Beliebtheit erfreue, werde es daher schon bald eine deutsche Sprachausgabe geben.

Tags: ask.com Browzar Anonym+surfen Cookies Browser Suchmaschine
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Kommentar von:
Webnews.de
Wenn der Marktanteil gerade mal 5 % beträgt, muss man sich was einfallen lassen. Das dachte sich wo
Kommentar von:
Qbi's Weblog
Google wird immer wieder gern kritisiert und bietet auch reichlich Gelegenheit dafür. So ist es u.a. fraglich, warum Daten zu Benutzern (IP-Adressen etc.) und die gesuchten Begriffe immer noch zwei Jahre speichert. Die Suchmaschine Ixquick wirbt recht agg
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