Ask Deutschland: (Noch) keine ernsthafte Konkurrenz für Google
Der Suchdienst "Ask Jeeves", im englischsprachigen Raum seit Jahren ein begriff, startet heute offiziell seine deutschsprachige Version. In den USA liegt die Suchmaschine bei einem Marktanteil von sieben Prozent auf Platz vier. Für Deutschland – so Firmenvertreter Malte Krüger gegenüber der FAZ – wird Rang 2 hinter Google angestrebt. Der Primus hat hier zu Lande einen Marktanteil von 81 Prozent und "Yahoo" sowie "MSN" sind auch noch da.
"In den Vereinigten Staaten greifen Internetnutzer auf zwei bis drei Suchmaschinen zurück, und das wird auch in Deutschland zukünftig so sein", zitiert die FAZ den Ask Deutschland-Chef. Da die Suchmaschine "anders als die Konkurrenz" arbeite, liefere sie auch eine bessere Qualität bei den Ergebnissen. Beim Begriff "Vogelgrippe" etwa – so Krüger – werde ein Eintrag von den Seiten des Bundesgesundheitsministeriums immer vor Treffern von aktuellen Nachrichtenseiten liegen. Denn diesem ordnet die Suchmaschine eine größere Relevanz und damit höhere Priorität zu.
Ask arbeitet dazu mit der Suchmaschinentechnologie von Teoma, diese basiert auf Themen: Thematisch verwandte Seiten verlinken sich untereinander und geben sich so einen "sozialen" Status. Außerdem – so Krüger – sei es möglich, einfache Fragen wie "Warum ist der Himmel blau?" oder "Was ist der höchste Berg der Welt?" als Suche einzugeben – und man erhalte darauf sinnvolle Antworten.
Zunächst startet "Ask Deutschland" nur mit einer vereinfachten Version. Erst vom Sommer an wird das komplette Angebot zugänglich sein. Dazu gehören dann Suchfunktionen für Nachrichten, Bilder oder Weblogs. Außerdem ist dann auch eine weitgehende Personalisierungsmöglichkeit geplant.