Acrobat 8: Adobe verheiratet das PDF-Programm mit Flash-Webkonferenzen

Acrobat 8: Adobe verheiratet das PDF-Programm mit Flash-Webkonferenzen

Entgegen anderslautenden Gerüchten, die über Terminverschiebungen spekulierten, wird der US-Softwarehersteller Adobe sein Programm Acrobat 8 pünktlich Anfang November auf den Markt bringen.

Die neue Version der Softwarefamilie für die Erstellung von PDF-Dokumenten, die aus den fünf Produkten acrobat reader, Acrobat 8 Elements, Acrobat 8 Standard und Acrobat 8 Professional sowie Adobe Acrobat 3D Version 8 besteht, enthält eine Vielzahl von Veränderungen gegenüber dem Vorgänger. Unter anderem eine Benutzerschnittstelle, die den Umgang mit dem Programm deutlich erleichtern soll. Zudem soll Acrobat 8 laut Adobe "Verbesserungen bei der Wiederverwendung von PDF-Inhalten durch neue Exportformate, bei PDF-Formularen und dem Zusammenführen mehrerer Dokumente" bringen. Die Kontrolle über den Zugriff vertraulicher Daten sei ebenfalls überarbeitet worden. Interessant: Mit Acrobat 8 lassen sich nun Inhalte aus Formaten wie Microsoft Word oder AutoCAD, die ins PDF-Format exportiert wurden, auch wieder zurückkonvertieren. Wobei Layout und Formatierung des Ursprungsdokuments weitgehend erhalten bleiben sollen.

Ein völlig neues Feature für alle Acrobat-8-Produkte ist ein Direkt-Link zum neuen Acrobat Connect. Hier macht sich die Übernahme von Macromedia nun auch im Kernprodukt von Adobe bermerkbar: Denn diese Web-Conferencing-Lösung läuft im Browser und benötigt dafür den Flash Player. An den Webkonferenzen können bis zu 15 Personen teilnehmen, abgerechnet wird der Dienst über monatliche oder jährliche Abogebühren. Der Service, der in einer Standard- und in einer Profi-Variante angeboten wird, basiert auf Adobe Breeze und umfasst Funktionen wie Chats sowie Video- oder Telefonkonferenzen. Das Produkt gibt es in einer Standard- und einer Professional-Ausführung.

Von November 2006 bis Jahresende kann Acrobat Connect kostenlos ausprobiert werden. Ab Januar 2007 kostet das Monatsabo in den USA 39 Dollar pro Nutzer oder 395 Dollar im Jahr pro Person. Die Professional-Ausführung von Acrobat Connect soll im Dezember 2006 starten. Für bisherige Breeze-Anwender werden spezielle Update-Optionen angeboten.

Die Preise für Acrobat 8 – so verspricht Adobe – werden gegenüber der im Januar 2005 eingeführten Version 7 nicht erhöht. Sie sollen bei der Professional-Ausführung für Windows und MacOS X bei rund 650 Euro liegen. Das Upgrade vom Vorgänger liegt bei 220 Euro.


Posted on Montag, September 18th, 2006 at 13:04 and is filed under Software News. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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