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Freistil
von wolfgang am 08.03.08

Und was macht die SPD? Sie bricht sämtliche Versprechen, die Parolen aus dem Wahlkampf sind Makulatur. Statt eine Mehrheit zu organisieren und Koch abzuwählen, stellt Frau Ypsilanti sich wegen der Heckenschützen in der eigenen Partei nun nicht zur Wahl als Ministerpräsidentin. Und Roland Koch darf in Wiesbaden weiterregieren - ohne Mehrheit und gegen den erklärten Willen des Volkes.
Das finden die Medien, die in den letzten Tagen ein wahres Trommelfeuer wegen "Lüge" und "bruch der Wahlversprechen" gegen Andrea Ypsilanti eröffnet haben (allen voran die Blöd-Zeitung mit ihrer Wortschöpfung "Lügelanti"), wohl vollkommen normal. Dabei ist das, was gerade in Hessen geschieht, der wirkliche Wahlbetrug. Denn der Wählerwille - Koch muss weg - wird nicht erfüllt.
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Wong
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Kommentar von:
Tobias
(08.03.08 14:30 Uhr)
Kommentar von:
Andreas E.
(14.03.08 19:09 Uhr)
Irgendwie kann man das Ypsi aber auch verstehen. Und es war ja nicht ein Heckenschütze (Fr. Metzger), sondern fast der komplette neoliberale Flügel (in der Fraktion immerhin 6 Mann stark), der sie bei einer zur-Wahl-Stellung nicht gewählt hätte. Angeführt wird diese Losertruppe von Jürgen Walter, der deshalb bei der hessischen SPD so eine Achtung bekommt, weil er für eine Komplettabschaffung unseres Sozialsystems plädiert (als Sozialdemokrat!). Das Ypsi hätte eine faire Chance besessen, wenn sie nicht so dumm und doof gewesen wäre, VOR der Wahl zu versprechen, nichts mit den LINKEN zu tun haben zu müssen. Immerhin ging sie davon aus, das jene an der 5%-Hürde, die die öffentlich-rechtlichen Parteien eingerichtet haben, scheitern würde. Als die LINKE nun doch rein kam, hatte sie den Ärger.
Das Ypsi ist lernresistent. Und sie wird demnächst wohl auch als hessische Landesparteivorsitzende ihren Hut nehmen dürfen - vielleicht nimmt sie ja wieder die Lufthansa als Bodenpersonal auf. Wer weiß! In der Politik hat so ein Dilettant nichts verloren. Koch wird weiter regieren, bis Jürgen Walter es gelungen ist, die kompette hessische SPD auf seine Seite zu ziehen. Nur dies schafft er nur, wenn Franz Müntefering wieder Parteichef ist. Und davor möge uns Gott beschützen. Dann nämlich ist Hessen wirklich verloren - auch wenn der neue hessische Ministerpräsident dann Jürgen Walter heißt.
Das Ypsi ist lernresistent. Und sie wird demnächst wohl auch als hessische Landesparteivorsitzende ihren Hut nehmen dürfen - vielleicht nimmt sie ja wieder die Lufthansa als Bodenpersonal auf. Wer weiß! In der Politik hat so ein Dilettant nichts verloren. Koch wird weiter regieren, bis Jürgen Walter es gelungen ist, die kompette hessische SPD auf seine Seite zu ziehen. Nur dies schafft er nur, wenn Franz Müntefering wieder Parteichef ist. Und davor möge uns Gott beschützen. Dann nämlich ist Hessen wirklich verloren - auch wenn der neue hessische Ministerpräsident dann Jürgen Walter heißt.
Kommentar von:
Ludwig Kamberlein
(22.03.08 14:19 Uhr)
Die armen Hessen tun mir langsam leid mit ihrer Wahl zwischen Pest und Cholera. Passend dazu folgendes Statement:
Die Nichtwähler-Bewegung "Wahlabsage" befürchtet, dass führende Politiker künftig häufiger der Versuchung erliegen werden, den zu erwartenden hohen Anteil nicht abgegebener Stimmen bei den anstehenden Bürgerschaftswahlen als heimliche Zustimmung zur jeweils eigenen Politik umzumünzen. Besonders augenfällig wurde dieser gefährliche neue Trend zuletzt bei der Wahl zum Oberbürgermeisteramt der Stadt Frankfurt am Main. Hier wurde Petra Roth (CDU) bei einer Wahlbeteiligung von lediglich rund 34 Prozent vor einem Jahr als Stadtoberhaupt wiedergewählt. Damals bagatellisierte Roth laut Frankfurter Rundschau das Wegbleiben der Mehrheit der Bürger von den Wahlurnen als `großstadttypisch´.
Die Nichtwähler-Bewegung "Wahlabsage" befürchtet, dass führende Politiker künftig häufiger der Versuchung erliegen werden, den zu erwartenden hohen Anteil nicht abgegebener Stimmen bei den anstehenden Bürgerschaftswahlen als heimliche Zustimmung zur jeweils eigenen Politik umzumünzen. Besonders augenfällig wurde dieser gefährliche neue Trend zuletzt bei der Wahl zum Oberbürgermeisteramt der Stadt Frankfurt am Main. Hier wurde Petra Roth (CDU) bei einer Wahlbeteiligung von lediglich rund 34 Prozent vor einem Jahr als Stadtoberhaupt wiedergewählt. Damals bagatellisierte Roth laut Frankfurter Rundschau das Wegbleiben der Mehrheit der Bürger von den Wahlurnen als `großstadttypisch´.
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Es macht einfach keinen Sinn, vor der Wahl jegliche Nutzung der Linken Stimmen auszuschließen und danach genau diese Stimmen für eine gefühlte "Koch muss weg" Mehrheit für sich zu reklamieren.
Die sauberste Lösung wäre vermutlich eine Regierungsbildung unter Führung der CDU (Jamaika oder Große), aber ohne Koch.