Überwachung – Wir haben es nicht gewusst

Überwachung - Wir haben es nicht gewusst

Nun leben wir seit gut drei Tagen in einem Land in dem die staatliche Überwachung von Internet- und Telefonverbindungen gesetzlich abgesegnet ist. Zuvor gab es eine Reihe kritischer Stimmen und Beiträge aber ganz offensichtlich ist das Ganze nicht so recht in den Fokus der Ã-ffentlichkeit gelangt. Wie könnte es sonst sein, dass zahlreichen Medien die Meldung Deutschland sei im Ranking beim Schutz der Privatsphäre übel abgestürzt, eine Veröffentlichung wert ist.
Immerhin, wenn das Kind im Brunnen strampelt, wird eine passende Sensationsmeldung draus- vorher wurde eher spärlich Position bezogen und nun kann man eine neutrale Meldung für den kollektiven (wohlgeordneten) Aufschrei gebrauchen. Es bleibt dabei: stückweise nehmen freiheit und informationelle Selbstbestimmung ab. Am Ende haben aber dann viele sicher nichts davon gewusst.

Schlimm genug, dass hier auch mittelfristige, betriebswirtschaftliche Interessen und das Sicherheitsbedürfnis von Firmen berührt werden. Und da muss man noch für beinahe jedes gespeicherte personenbezogene Datum, einen großen Aufwand treiben.
Vielleicht wird bald eine ähnliche Ansage Pflicht.:

"Guten Tag, alle Verbindungsinformationen im Gespräch mit unseren Mitarbeitern, können aufgezeichnet und ausgewertet werden. Wir haben darauf keinen Einfluss. Wenn sie nicht einverstanden sind, legen Sie bitte auf. Im persönlichen Gespräch mit unseren Mitarbeitern können wir ihre Privatsphäre wie gewohnt weiterhin wahren. Nach 30 Sekunden Bedenkzeit werden Sie weiter vermittelt."

Ach ja, ein frohes Neues Jahr

Eike Elser 03-01-2007

www.netzpolitik.org
www.vorratsdatenspeicherung.de
www.datenschutz.de

Das Bild steht unter CC-by-nc-nd-Lizenz und stammt von Frans.


Posted on Donnerstag, Januar 3rd, 2008 at 22:52 and is filed under IT-Security. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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