cioger

123people.com: Personensuchmaschine findet mich zum Glück nicht so schnell

abgelegt im Archiv Web 2.0 am 27.01.08

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Noch eine Spezialsuchmaschine: Diesmal für das Finden von Personen. 123people.com ist gestern gestartet und nach den ersten Medienveröffentlichungen gleich unter dem Besucheransturm zusammengebrochen (was im Blog des Start-Ups schön beschrieben wird). Jetzt läuft es wieder einigermaßen. Die Österreicher treten damit in Konkurrenz mit ähnlichen Projekten wie Spock, Wink, Streakr, ProfileLinker, Upscoop oder yasni, konzentrieren sich zu Beginn aber ausschließlich auf Deutschland, Österreich, die Schweiz und Großbritannien.

Bei der Suche - so die Initiatoren - werden für diese Länder "speziell lokale Datenquellen einbezogen, die das Ranking der Ergebnisse beeinflussen". Zu sehen sind Bilder, Videos, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Weblinks, die zu dem jeweils gesuchten Namen passen. Außerdem wird versucht, mit einer Tagcloud Attribute und Eigenschaften der gesuchten Person darzustellen, was auch ganz gut gelingt.

Mit meinem Namen habe ich gott sei Dank keine Chance so schnell gefunden zu werden, denn die Informationen zu mir gehen im Meer der Treffer mit gleichem Namen unter. Aber bei Leuten mit einem etwas selteneren Namen ist die erste Ausbeute nicht schlecht.

Was mich allerdings weniger freuen würde, wenn die Suche nach meinem Namen erfolgreich wäre: 123people.com listet auch E-Mail-Adressen und Telefonnummern zu den gefundenen Personen auf. Die mögen zwar irgendwo im Netz vorhanden sein, aber damit öffnet man den Spam-Versendern und Kaltakquisateuren aus den Call Centern Tür und Tor. Wenn die sich etwas Mühe geben oder den Prozess gar automatisieren, können sie nun mit Hilfe der Personensuchmaschine ihren Schrott zielgenauer verschicken oder haben zur Telefonnummer gleich ein Persönlichkeitsprofil.

Das kann man auch selbst beeinflussen, indem man eine Visitenkarte über sich selbst anlegt. Registrierte Nutzer können auch fremden Visitenkarten Tags zuordnen sowie Kommentare hinterlassen. Über unterschiedliche Einstellungen zur Privatsphäre soll die Anzeige der über sich selbst eingegebenen Daten gesteuert werden können, und die Indizierung durch andere Suchmaschinen lässt sich deaktivieren.

Erklärtes Ziel von 123people.com ist es, innerhalb von 18 Monaten "die" europäische Personensuchmaschine zu sein und zehn Prozent der Personensuchen, die jetzt über Google oder Yahoo laufen, auf die eigene Website umzuleiten.

NACHTRAG: Lukas vom 123people-team hat im Firmenblog auf diesen Beitrag hier geantwortet: "ich verstehe die argumentation, wir sind uns dieser situation sehr wohl bewusst und privcacy ist für uns ein wichtiges thema. gerade deshalb gibt es aber unter "meine einstellungen" die möglichkeit dieses "privacy level" zu adjustieren und somit zu bestimmen welche information verfügbar gemacht werden soll. ich denke mit diesem feature hat der user letztendlich noch immer die möglichkeit zu entscheiden, wieviel preisgegeben werden soll oder auch nicht."



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Tags: 123people.com  Personensuchmaschine 

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